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Coesfeld
Unsere diesjährige Vereinsfahrt führte uns ins schöne Münsterland, hier besonders die Dülmener Wildpferde. Bevor wir jedoch dort ankamen, galt es die ein oder andere Schwierigkeit zu überwinden. Während unserer Fahrt auf der Autobahn bekam Ferdi Spilles den Anruf: „Ich habe einen Reifen verloren und fahre jetzt auf der Felge“. Das hieß für die anderen erst einmal eine kurze Pause auf dem nächsten Rastplatz. Nach kurzer Überlegung, wie es weiter gehen soll und mehreren Telefonaten mit Horst, denn er war der Unglücksrabe, entschieden wir uns, unsere Fahrt fortzusetzen. Horst und seine Mitfahrer sollten dann nach erfolgtem Reifenwechsel später wieder zu uns stoßen.
Im Hotel „Am Münstertor“ in Coesfeld angekommen, erhielten wir unsere Zimmer. Der Hotelbesitzer bekam jedoch leichte Panik als er hörte, dass noch nicht alle Personen angekommen waren (wahrscheinlich bangte er um seine Einnahmen). Nach kurzer Diskussion nahmen wir die vom Hotel und der Stadt Coesfeld zur Verfügung gestellten Fahrräder in Empfang und los ging`s. Da mittlerweile Mittagszeit war, entschieden wir uns nach kurzer Fahrt (ca.100m) für eine Stärkung in Form eines kleinen Imbisses, denn schließlich hatten wir noch eine lange Strecke vor uns.
Gegen 13.30 Uhr starteten wir dann frohen Mutes unsere Tour durchs Münsterland. Satt und gut gelaunt strampelten wir in Richtung der Wildpferde. Zwischendurch telefonierten wir immer wieder mit Horst und erkundigten uns nach dem Stand der Dinge. In einem Restaurant trafen wir dann unsere verloren gegangen Vereinsmitglieder wieder! Es wurden Informationen ausgetauscht und die letzen 5 km bis zu unserem Ziel ging`s für die einen mit dem Fahrrad, für die anderen mit dem Auto weiter.
Gegen 16.00 Uhr erreichten wir endlich das ca. 360 ha große Gelände, auf dem die Wildpferde leben. Die Tiere hielten sich an der Wasserstelle auf, so dass wir sie aus nächster Nähe beobachten konnten. Immer wieder hörte man: „Oh, guck mal da! Und das Fohlen da, ist das nicht süüüß?“ Ja, es war gerade Fohlenzeit und zu den 250 „Alttieren“ gesellten sich noch mal ca. 80 Fohlen dazu. Das war schon ein imposantes Bild!
Als Pferdeliebhaber ist es ein Genuss, die Tiere in ihrer Freiheit zu beobachten. Schade, dass wir dies unseren Pferden nicht bieten können.
Auf dem Rückweg zum Hotel kam leider Wind auf, so dass die Fahrt sehr beschwerlich wurde. Müde, aber glücklich, kamen wir pünktlich zum Abendessen um 19.00 Uhr wieder im Hotel an. Die Autofahrer und ein Ausreißer aus der Fahrradgruppe (Ferdi) warteten zu diesem Zeitpunkt schon mit einem Bier in der Hand auf uns. So sind echte Freunde!
Trotz der schlechten Laune des Hotelwirtes und dessen Unfähigkeit in der Führung eines Hotels war es ein gelungenes Wochenende.
Bei der Planung und Vorbereitung des Wochenendes habe ich leider die Fitness der Teilnehmer unterschätzt, sodass ich hin und wieder einen „bösen Blick“ zugeworfen bekam. Aber ich verspreche euch, sollten wir noch mal eine Tour unternehmen, wird diese weniger anstrengend. Statt den 30 km Fahrradfahren werden es dann höchstens 29 km!! Bis dahin solltet ihr noch etwas trainieren.
ph
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